Papiere, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts als industrielle Massenprodukte hergestellt wurden, bereiten vielfach Probleme. Mit zunehmendem Alter zerstören Säuren die Makromoleküle der Zellulosefasern, die Papiere werden brüchig und vergilben bis zur Unbenutzbarkeit. Weil der Zerstörungsprozess autokatalytisch verläuft, wird mit dem fortschreitenden Zerfallsprozess immer mehr Säure frei. Dieser saure Zerfall ist für bis zu 90 Prozent der Verluste an Büchern und Dokumenten verantwortlich. Die Symptome sind zwar seit langem bekannt, aber erst vor wenigen Jahrzehnten begann man das Phänomen zu verstehen. Seit den 1980er Jahren wird nun überwiegend säurefreies Papier hergestellt.
Traditionelle Methoden der Bestandserhaltung können zu hervorragenden Ergebnissen führen. Dennoch sind sie, weil an manuelle Abläufe gebunden, nicht geeignet, um große Bestände in Bibliotheken und Archiven zu behandeln. Da die Handarbeit enorm kostenintensiv ist, können nur ausgewählte Bücher und Dokumente bearbeitet werden. Wer aber soll entscheiden, welche Bücher und Dokumente für kommende Generationen erhalten werden müssen und welche verrotten dürfen?
Da diese Frage nicht vernünftig beantwortet werden kann, stellten sich Wissenschaftler und Ingenieure der Herausforderung, Massenverfahren zu entwickeln, um auch große Mengen von gebundenen Büchern und Einzelblättern in einem individuell steuerbaren Prozess zu entsäuern. Experten der PAL PRESERVATION ACADEMY GmbH Leipzig sind seit langen Jahren an der Entwicklung und Praxis von Massenentsäuerungsprojekten beteiligt. Daraus resultieren die Kompetenz und das Know-how der Einrichtung.
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